Fortschritt beim neuen Quarantäne-Gebäude

In den letzten Monaten hat auch unser neustes Gebäude, eine Quarantäne-Station, Gestalt angenommen. Dieses Projekt war nur durch die großzügige Spende der niederländischen Jaap van der Graaf-Stiftung umsetzbar.
Der Bau mit sechzig Quadratmetern Grundfläche war kein einfaches Unterfangen. Jede Art von Bauarbeiten in dieser abgelegenen Region im Amazonas-Regenwald kommt mit vielen Herausforderungen und so hat dieses außerordentlich große Projekt unser Team auf die Probe gestellt. Jedoch wurden diesen Monat schon die ersten Wände errichtet, Ziegelstein für Ziegelstein. Auch das Abflusssystem ist schon einsatzbereit und so liegt die Vervollständigung nicht mehr in weiter Ferne.

Tiere, die neu in unserer Auffangstation ankommen, durchlaufen eine mindestens vierwöchige Quarantäneperiode, ohne Kontakt zu den schon residenten Tieren. Das dient dem Schutz unserer Tiere vor Ansteckung mit möglichen Krankheiten, die Neuankömmlinge haben könnten und gibt uns außerdem die Möglichkeit, deren Verhalten zu studieren, so wie ihre Gesundheit zu beurteilen und eventuelle Behandlungen durchzuführen.
Sobald der Bau der Anlage beendet ist, haben wir endlich die Kapazität, neu angekommene Tiere zunächst dort aufzunehmen und eine angemessene und sichere Quarantäne zu gewährleisten.

Vervollständigung der durch Lush finanzierten Gehege

Nachdem nun auch die Bauarbeiten für das „Elmo“-Gehege abgeschlossen sind, sind alle durch das Lush Charitable Giving Program finanzierten Projekte fertiggestellt. Dieses Programm unterstützt kleinere Organisationen wie unsere, welche sich beharrlich für den Schutz von Tieren und Umwelt einsetzen.

Das Elmo Gehege ist das größte der von ihnen finanzierten Projekte und der Bau nahm fast zwölf Monate in Anspruch. Da regelmäßig neue Tiere vom Schwarzmarkt aufgenommen werden ist die stetige Ergänzung durch neue Gehege unerlässlich.  

Und die Vervollständigung des neuen Gehege kam gerade zur rechten Zeit, da nur wenige Tage später eine von der peruanischen Regierung konfiszierte Gruppe von neunhundert Parasittichen, Aras und anderen Papageien in Esperanza Verde ankam. Die Vögel waren stark unterernährt und dehydriert und wurden auf dem schnellsten Weg in die Auffangstation gebracht. Das neue Gehege gibt auch ihnen die Möglichkeit, sich wieder an eine natürliche Umgebung zu gewöhnen, sodass sie, sobald sie gesund und kräftig genug sind, zurück in ihren natürlichen Lebensraum entlassen werden können.

Unterstützung durch Wild Futures

Wild Futures ist eine gemeinnützige Organisation aus Großbritannien, die sich für den Schutz und das Wohl von Primaten einsetzt. Sie betreiben nicht nur selbst aktiv ein Auffangzentrum in Cornwall, das Primaten aus dem Haustierhandel aufnimmt, sondern sie unterstützen außerdem viele Organisationen auf der ganzen Welt, die, wie sie selbst, Affen schützen wollen. Wir freuen uns sehr, verkünden zu dürfen, dass dieses Jahr Esperanza Verde ausgewählt wurde, Teil ihres Übersee-Förderprogramms zu sein.

Ihre Spende ermöglicht es unserem Team in Peru, ein weiteres dringend benötigtes Gehege zur Rehabilitation geretteter Tiere zu bauen. Diese Gehege sind ein essentieller Bestandteil unserer Arbeit, da sie ein sicheres Umfeld für die befreiten Tiere bieten, während sie sich auf ihre Rückkehr in die Natur vorbereiten.
Wie auch diese hier gezeigten Affen wurde ein Großteil der Tiere in Esperanza Verde aus dem illegalen Handel mit Wildtieren befreit und bekommen, nach einer Eingewöhnungszeit, eine zweite Chance auf ein Leben in Freiheit.
Der Unterstützung durch Wild Futures haben wir es zu verdanken, dass unser Team in Peru bald mit den Bauarbeiten für das neue Gehege beginnen kann. Wir werden über den weiteren Verlauf der Dinge berichten.

Wallace – unser Brüllaffen-Baby

Das ist Wallace, ein Brüllaffen-Baby – unser neuestes Mitglied in der Esperanza Verde-Familie. Brüllaffen sind für ihr lautes Schreien bekannt, das sie vorwiegend am frühen Morgen ausstossen.
Und noch etwas mehr zu Wallace: Brüllaffen brauchen eine unglaublich komplexe Diät und überleben oft nicht lange in Gefangenschaft. Umso wichtiger ist es, dass wir ein solch kompetentes und erfahrenes Team in Peru haben, das sich auch um diese schwierigen Fälle kümmert.

Zambo – unser Tayra

Zambo erhielten wir in wirklich schlechtem Zustand und quasi blind. Mittlerweile hat er sich zu einem stattlichen Tayra entwickelt. Er geniesst seinen neuen Käfig, in welchem er von den Volontären viele Beschäftigungsmöglichkeiten gebastelt bekommen hat. Diese werden regelmässig gewechselt, um eine Gewöhnung zu verhindern.

Nachwuchs im Regenwald

Silvana, eine der vor 2 Jahren ausgewilderten Affen hat nun Nachwuchs. Kurz danach trug auch Camila stolz ihren Nachwuchs auf dem Rücken. Wir sind überglücklich, vor allem, da Camila eine Handaufzucht ist und so die Auswilderung nicht ganz einfach war. Jetzt zeigt sich, dass es all die Mühe wert war.