Eine der größten Herausforderungen in Esperanza Verde ist die Ankunft großer Gruppen von Tieren in kurzer Zeit. Jedes Tier verdient unsere volle Aufmerksamkeit und Pflege, dies für über zwanzig neue Tiere auf einmal zu gewährleisten kann überwältigend wirken. Glücklicherweise haben wir immer eine Gruppe von Freiwilligen, die all ihre Leidenschaft und Kraft in die Arbeit stecken und zusammen mit der Manager Familie und den Arbeitern aus Bello Horizonte können wir auch solch unmöglich wirkenden Aufgaben meistern.
In diesem Frühjahr vertraute uns das Ministerium nicht nur Vögel und Affen verschiedener Arten, sondern auch Reptilien wie Schlangen, Schildkröten und Kaimane an; außerdem ein Tamandua, ein Agouti, ein Paka und ein Stachelschwein.
Sobald die Nachricht über eine solche Neuaufnahme Esperanza Verde erreicht, müssen Vorkehrungen getroffen werden: Gehege werden vorbereitet, Früchte und Gemüse müssen geschnitten werden, jeder hat alle Hände voll zu tun. Wenn dann die Tiere den Weg durch den Wald und über den Fluss gemacht haben, werden sie alle einem initialen Gesundheits-Check unterzogen. Manche von ihnen haben das Glück, nach einer kurzen Quarantäne unter Beobachtung in die Freiheit entlassen zu werden. Andere brauchen mehr Hilfe, werden aufgepäppelt, um später mit unseren residenten Tieren sozialisiert zu werden.
Gerade junge Tiere erhalten dabei besondere Aufmerksamkeit, so wie der kleine Tamandua Kassai, ein kleiner Ameisenbär. Sie braucht zunächst regelmäßig Milch und auch später hat sie besondere Ansprüche an ihre Ernährung, da sie mit Termiten und Ameisen versorgt werden muss.